Milchviehberatung Schweiz  //  Die bäuerliche Landwirtschaft im Strukturwandel  //  Weitere Themen

Herdenmanagement - Eine permanente Herausforderung / Weidebeginn und Weidezeit - Chancen und Herausforderungen / Schnittzeitpunkt - Optimale Schnittstrategie für Ertrag, Verdaulichkeit und Proteinqualität / Vorbereitung von Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Wie verhält sich Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress bei Kühen und Kälbern / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement - Parasiten und Stoffwechsel beim Rind / Betriebsstrategie

Herdenmanagement

Herdenmanagement

Herdenmanagement

Herdenmanagement

 

Herdenmanagement

Ein modernes Herdenmanagement verbindet Tierbeobachtung, Fütterung, Stallklima, Fruchtbarkeit und Arbeitsorganisation zu einem funktionierenden System.

Ziel ist es, gesunde Kühe, stabile Leistungen und effiziente Arbeitsabläufe zu erreichen.

Wichtige Bausteine:
  • Klare Routinen im Stall
  • Früherkennung von Gesundheitsproblemen
  • Optimierte Fütterung
  • Stressarme Tierführung
  • Dokumentation & Auswertung
  • Zusammenarbeit mit Beratern
Warum das wichtig ist

Eine gut geführte Herde ist ruhiger, gesünder und leistungsstärker. Fehler im Management kosten dagegen Zeit, Geld und Tiergesundheit.

Fragen an den Landwirt
  • Sind meine Arbeitsabläufe klar strukturiert?
  • Erkenne ich Gesundheitsprobleme früh genug?
  • Sind meine Kühe stressfrei im Alltag?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Weidezeit - Herausforderung Proteinverdauung

Weidebeginn und Weidezeit - Im Kot zeigt sich sofort die Proteinverdauung

 

Weidezeit – Chancen und Herausforderungen

Im Frühjahr beginnt für die Kühe wieder die Weidesaison. Mit dem Weidegang verändert sich automatisch die Futterration und damit auch die Anforderungen an das Fütterungsmanagement.

Dynamik des Grases

Das Gras ist kein gleichbleibendes Futtermittel, sondern verändert sich im Verlauf der Saison:

  • Wenig Sonne: höhere Ammoniak-Einlagerung im Futter
  • Viel Sonne: mehr verdauliches Rohprotein und Zucker
  • Kalte Nächte: Bildung von Frostschutz-Zuckern (löslich nur in Ethanol)
  • Junges Gras: hoher Kaliumgehalt, der mit zunehmendem Alter abnimmt

Auch Faktoren wie Weidedauer und die tatsächliche Trockenmasseaufnahme (TS) beeinflussen die Versorgung der Tiere erheblich.

Antagonisten im Futter
  • Kalium wirkt als Antagonist und kann die Aufnahme von Kalzium und Magnesium blockieren – ein Risiko für Stoffwechselstörungen wie Hypokalzämie oder Weidetetanie.
  • Ammoniak belastet den Stickstoffstoffwechsel der Kuh. Eine Überversorgung kann die Leber beanspruchen und die Eiweißverwertung verschlechtern (erhöht die pH Werte).

Eine gesunde Herde/ Kühe erkennt man an Details – deshalb lohnt es sich, Kot, Haarkleid, Bewegungsapparat zu kontrollieren.

Milchinhaltsstoffe und Harnstoffwerte geben Hinweise wie die Kühe mit dem Futter umgehen können (Verstoffwechseln).

Ein Überschuss an Ammoniak erhöhen Harnstoffgehalte (z. B. durch zu hohe Rohproteingehalte oder unzureichende Energieversorgung) führt zu:

  • Harnstoffbildung in der Leber
  • Verlusten über den Harn
  • Erhöhten Ammoniakemissionen in der Umwelt  (z. B. auf Laufgängen, bei Gülleausbringung)
Fazit

Die Weide bietet viele Vorteile – frisches Futter, Tierwohl und Kosteneffizienz. Gleichzeitig erfordert sie ein wachsames Auge auf die Futterqualität, die Nährstoffgehalte und mögliche Antagonisten. Wer diese Faktoren berücksichtigt, stellt sicher, dass die Kühe gesund bleiben und ihre Leistung optimal entfalten können.

  • Wie kontrolliere ich die Harnstoffwerte meiner Herde?
  • Habe ich die Weidephase gut und richtig in der Ration ergänzt?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Schnittzeitpunkt bestimmen

Den richtigen Schnittzeitpunkt zu bestimmen macht einen Unterschied in der Fütterung.

Untergrass

Wie hoch ist die Masse vom Untergrass.

Der Grasshalm - das Grundfutter

Schnittzeitpunkt, wie sieht das Grass aus.

 

Optimale Schnittstrategie für Ertrag, Verdaulichkeit und Proteinqualität

Richtiger Schnittzeitpunkt

Beginn Ähren‑/Rispenschieben: bester Kompromiss aus Ertrag, Energie und Proteinqualität.

Warum dieser Zeitpunkt ideal ist:
  • Ertrag: Hohe Masse, Pflanze voll im Wachstum.
  • Verdaulichkeit: Zellwände noch wenig Lignin → hohe Energie und gute Faserverdaulichkeit.
  • Proteinqualität: Weniger lösliches Rohprotein, mehr strukturierteres, besser nutzbares Eiweiss (höherer APD‑Anteil).
  • Nitrat: Sinkt deutlich ab, sobald die Pflanze in die generative Phase übergeht. Bodentemperatur über 10°C
Warum junges Futter problematisch ist

Futter im 2–3‑Blatt‑Stadium enthält:

  • sehr hohe Nitratgehalte
  • sehr hohes lösliches Rohprotein → Ammoniakbelastung im Pansen
  • hoher Kaliumgehalt
  • bei anhaltendem Nachfrost : Aufbau von Äthanol-löslichen-Zucker (Frostschutz)
Nitratmanagement im Grünland

Ursachen für Nitratspitzen

  • zu frühe Düngung bei kalten Böden
  • zu hohe Einzelgaben
  • zu kurze Wartezeit zwischen Düngung und Schnitt
  • zu tiefe Schnitthöhe (mehr Stängelbasis = mehr Nitrat)
Warum tiefe Schnitthöhe Nitrat erhöht

Nitrat sammelt sich bevorzugt in der Stängelbasis, weil dort:

  • weniger Licht hinkommt
  • der Stoffwechsel langsamer ist
  • Nitrat noch nicht zu Aminosäuren umgebaut wurde → Tiefes Mähen bringt diesen nitratreichen Teil ins Futter.
Nitrat steigt besonders bei Stress-
  • Trockenheit
  • Kälte
  • Überwuchs
  • hohe N‑Düngung
  • Lichtmangel
Düngeempfehlungen
  • Gülle erst ab 8–10 °C Bodentemperatur ausbringen.
  • Pflanzen müssen sichtbar wachsen, sonst bleibt Nitrat stehen.
  • 3–4 Wochen Wartezeit zwischen Düngung und Schnitt.
  • Ausreichende Schwefelversorgung, damit Nitrat zu Eiweiss umgebaut wird.
  • Schneide ich nach Kalender oder nach Pflanzenstadium?
  • Wie beurteile ich die Futterqualität im Voraus?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Alp und Sommerfütterung

Alp und Sommerfütterung

Alp und Sommerfütterung

Alp und Sommerfütterung

Alp und Sommerfütterung

Alp und Sommerfütterung

 

Alp und Sommerfütterung

Futterumstellung rechtzeitig auf den Alpaufzug vorbereiten

Der größte Stressfaktor für Kühe beim Alpauftrieb ist die abrupte Futterumstellung. Damit der Pansen stabil bleibt:

  • 2–3 Wochen vor Alpauftrieb schrittweise den Anteil an strukturreichem Grundfutter erhöhen.
  • Kraftfutter langsam reduzieren, da auf der Alp meist kein Kraftfutter verfügbar ist.
  • Wenn möglich: Kühe bereits im Tal auf junges, eiweißreiches Weidegras vorbereiten.
  • Die Herde auf zwei Fütterungen pro Tag "trainieren". Im Talgebiet sollten die Tiere um ca. 10.00 Uhr auf der Weide abliegen.
Pansengesundheit stärken
  • Mineralstoffgabe sicherstellen vor allem Magnesium als OmyaFeed MgO sowie Steinsalz als Speise-Stein-Salz
  • Probiotische Ergänzungen können helfen, die Pansenflora stabil zu halten. Lebenhefen Einsatz zur Verdaulichkeit des strukturreichen Grundfutters als NutriLevures
  • Kühe sollten nicht zu fett auf die Alp entsendet werden, damit sie keinen Fettabbau (Ketose) machen.
Gesundheitliche Vorbereitung

8-4 Wochen vorher beginnen

  • Klauenpflege 4–6 Wochen vorher.
  • Auf die Weideparasiten-Problematik können die Kühe durch natürliche Futterergänzungsprodukte auf die Alpweiden vorbereitet werden. Produkte mit den HerbAll Force Kräutern (Leckmasse HerbAll Force verte (FIBL gelistet) oder Leckfutter Universalyx mit Kräutern und Biotin) sind zu empfehlen.
  • 200-300 g Steinsalz (niemals Agrosalz) vor Alpauftrieb geben, somit trinken die Tiere viel und dehydrieren weniger bis zum Zielort.
Stress reduzieren
  • Ruhiger Transport und Auftrieb. (Mondkalender beachten, alternative Produkte anwenden um Tiere Angst von/vor Transporten zu nehmen)
  • Gruppen möglichst nicht mischen, um Rangkämpfe zu vermeiden.
  • Kühe mit Kälbern brauchen besondere Ruhe.

Eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass Kühe den Alpaufenthalt gesund, leistungsfähig und stressarm überstehen. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Langsame Futterumstellung
  • Stabile Pansenflora
  • Mineralstoff- und Energieversorgung vorbereiten
  • Gutes Weidemanagement und Wasserzugang sicherstellen
  • Stressarme Eingewöhnung
  • Sind meine Tiere mineralstoffmäßig gut vorbereitet?
  • Ist die Weide auf der Alp in gutem Zustand?
  • Habe ich mögliche Parasitenrisiken rechtzeitig berücksichtigt?
  • „Hebed Sorg, und möge’s Glück mit euch uf der Alp sii.“

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Silieren und konservieren

Grassilage ist die Basis der Futterration bei Silage-Betrieben

Silieren

Fahrsilo

 

Silieren und konservieren / Heukonservierung

Grassilage – Qualität beginnt auf dem Feld

Grassilage ist die Basis vieler Rationen. Fehler beim Silieren führen zu Nacherwärmung, Schimmel und Energieverlust. Erfolgsfaktoren:

  • Richtige TS‑Gehalte
  • Saubere Schwade
  • Schnelles Verdichten
  • Luftabschluss
  • Einsatz von Siliermitteln bei Bedarf
Maissilage – Energie für die Herde

Maissilage liefert Stärke, Energie und Struktur. Sie ist stabiler als Grassilage, aber nicht fehlerfrei. Erfolgsfaktoren:

  • Richtiger Erntezeitpunkt
  • Häcksellänge anpassen
  • Verdichtung im Silo
  • Saubere Entnahme
  • Wie stabil ist meine Silage über die gesamte Fütterungsperiode?
  • Nutze ich Siliermittel gezielt und sinnvoll?
  • Sind meine Ernte- und Verdichtungsprozesse optimal organisiert?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Hochsilo

Hochsilo

Hochsilo

Hochsilo

Hochsilo

Hochsilo

 

Kurzfassung: Wie verhält sich Silage im Hochsilo?

Der Silierprozess ist überall gleich – aber die Bedingungen nicht

Im ganzen Hochsilo laufen dieselben biologischen Schritte ab:

  • Sauerstoff wird verbraucht
  • Milchsäurebakterien übernehmen
  • pH sinkt
  • Das Futter wird konserviert

ABER: Die physikalischen Bedingungen (Druck, Sauerstoff, Feuchtigkeit) unterscheiden sich stark zwischen oben und unten – und genau das verändert die Silagequalität.

Oben: Wenig Druck, mehr Sauerstoff, höheres Risiko
  • Die Verdichtung ist schlechter
  • Sauerstoff bleibt länger eingeschlossen
  • Die aerobe Phase dauert länger
  • Es entsteht mehr Wärme
  • Höheres Risiko für Schimmel, Hefen und Nacherwärmung
  • Silage ist eher trockener

Oben ist die Silage am empfindlichsten.

Mitte: Ideale Gärbedingungen
  • Gute Verdichtung
  • Sauerstoff schnell weg
  • Milchsäurebakterien arbeiten optimal
  • pH fällt schnell
  • Sehr stabile Milchsäuregärung

Hier entsteht meist die beste Silagequalität.

Unten: Sehr hoher Druck, sehr stabil anaerob – aber feuchter
  • Maximale Verdichtung
  • Sofort anaerob → sehr stabile Gärung
  • Gärsaft wird nach unten gedrückt
  • Silage wird deutlich feuchter
  • Mehr Proteolyse → höherer Ammoniakgehalt
  • Proteinverdaulichkeit sinkt

Unten ist die Silage zwar stabil, aber feuchter und höhere Ammoniakgehalte.

Warum unterscheiden sich oben und unten so stark?
Bereich Druck Sauerstoff Feuchtigkeit Risiko Qualität
Oben niedrig hoch eher trocken Schimmel, Nacherwärmung instabil
Mitte mittel sehr niedrig optimal gering sehr gut
Unten sehr hoch praktisch null sehr feucht Ammoniak, Buttersäure stabil, aber proteinärmer
Kurz gesagt:

Oben ist die Silage gefährdet durch Sauerstoff und Wärme. Unten ist sie stabil, aber durch den hohen Druck feuchter und dadurch proteinabbauintensiver. In der Mitte entstehen die besten Bedingungen für hochwertige Silage.

  • Kenne ich die Unterschiede zwischen Hoch- und Fahrsilo in Bezug auf Gärverlauf und Stabilität?
  • Wie kontrolliere ich die Qualität meiner Silage während der Lagerung?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Wasseraufnahme

Wasseraufnahme

 

Wasseraufnahme

Wasser und Pansenstabilität

Eine Kuhherde kann nur dann gesund und leistungsfähig bleiben, wenn alle Tiere ausreichend Wasser aufnehmen.

  • Wasser ist der wichtigste Nährstoff für Wiederkäuer und spielt eine zentrale Rolle für nahezu alle Stoffwechselprozesse.
  • Besonders entscheidend ist seine Funktion im Pansen: Eine gute Wasserversorgung stabilisiert den Pansen‑pH, unterstützt die Fermentation, fördert die Speichelproduktion und ermöglicht eine hohe Futteraufnahme. Nur wenn der Pansen optimal arbeitet, kann die Kuh ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen.
Trinken die Tiere zu wenig,

gerät der gesamte Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Eine unzureichende Wasseraufnahme verlangsamt die Pansenfermentation, wodurch weniger organische Säuren gebildet werden.

  • das kann zu einer Pansenalkalose führen.
  • Gleichzeitig steigt das Risiko für Verstopfung, eine reduzierte Futteraufnahme, eine höhere Anfälligkeit für Parasiten sowie allgemeinen Stoffwechselstress.
  • Auch subklinische Erkrankungen wie Ketose oder Pansenstörungen treten häufiger auf, wenn die Wasseraufnahme nicht dem Bedarf entspricht.
Der tägliche Wasserbedarf einer Kuh

hängt von mehreren Faktoren ab, darunter

  • Milchleistung,
  • Trockenmasseaufnahme,
  • Umgebungstemperatur, sowie der - Gesundheitszustand.
  • Eine Milchkuh besteht zu rund 60 % aus Wasser und pro Liter Milch benötigt eine Kuh zusätzlich etwa 3–5 Liter Wasser. Denn Milch selbst enthält etwa 87 % Wasser. Entsprechend hoch ist der tägliche Bedarf.
  • Wird dieser Bedarf nicht gedeckt, sinkt zuerst die Futteraufnahme – und damit bricht der Stoffwechsel ein.

Eine gut funktionierende Wasserversorgung sorgt hingegen dafür, dass der Pansen aktiv bleibt, die Verdauung stabil läuft und der Stoffwechsel zuverlässig arbeitet.

Deshalb ist es entscheidend, den tatsächlichen Wasserverbrauch der Herde zu kennen und regelmäßig zu kontrollieren. Nur so lassen sich frühzeitig Probleme erkennen und gezielt beheben, bevor sie sich negativ auf Gesundheit, Fruchtbarkeit und Leistung auswirken.

  • Haben meine Kühe jederzeit Zugang zu sauberem, frischem Wasser?
  • Sind die Tränken so dimensioniert, dass auch rangniedrige Tiere genug aufnehmen können?
  • Wie wirkt sich die Wasserqualität auf die Milchleistung aus?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Hitzestress

Hitzestress bei Kühen

Hitzestress bei Kühen

Hitzestress bei Kühen

 

Hitzestress bei Kühen und Kälbern

Hitzestress beginnt früher, als viele denken – oft schon ab 22 bis 24 Grad. Die Tiere fressen weniger, atmen schneller und versuchen, Wärme abzugeben. Das führt zu sinkender Milchleistung, schlechterer Fruchtbarkeit und höheren Zellzahlen.

Ventilation, Schatten, Elektrolyte und eine angepasste Fütterung helfen, die Belastung zu reduzieren. Besonders Kälber reagieren empfindlich auf Hitze und benötigen gut belüftete, schattige Bereiche.

Folgen:
  • Weniger Futteraufnahme
  • Sinkende Milchleistung
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Höhere Zellzahlen
  • Gefahr für Kälber
Maßnahmen:
  • Ventilation
  • Schatten
  • Elektrolyte
  • Wasserqualität
  • Fütterungsanpassung
  • Wie stark steigt die Temperatur in meinem Stall an heißen Tagen tatsächlich an?
  • Habe ich genügend Luftbewegung und Schattenplätze?
  • Wie passe ich die Fütterung bei Hitze an?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Futterschwankungen

Futterschwankungen

Die Qualität des Futters muss immer überprüft werden

Die Qualität des Futters muss immer überprüft werden

 

Wechselnde Bedingungen im Futter

Trockenheit, Starkregen und Hitzeperioden führen zu starken Schwankungen in der Futterqualität. Nährstoffgehalte, TS‑Werte und Struktur können sich innerhalb weniger Tage verändern.

Regelmäßige Futteranalysen und flexible Rationsanpassungen sind daher unverzichtbar. Nur wer die Veränderungen früh erkennt, kann Leistungseinbrüche vermeiden und die Herde stabil durch den Sommer führen.

Auswirkungen:
  • Nährstoffschwankungen
  • Unterschiedliche TS
  • Risiko für Fehlgärungen
  • Leistungsschwankungen
Lösungen:
  • Regelmäßige Futteranalysen
  • Flexible Rationsanpassung
  • Einsatz von Pufferstoffen
  • Wie häufig analysiere ich mein Grundfutter?
  • Reagiere ich schnell genug auf Veränderungen in der Futterqualität?
  • Wie stabil ist meine Ration über das Jahr hinweg?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Parasitenmanagement

Parasitenmanagement

Parasiten und Stoffwechsel beim Rind

Schönes glänzendes Fell, ein Zeichen für Gesundheit

 

Parasitenmanagement

Parasiten und Stoffwechsel beim Rind

Allgemeine Symptome eines Parasitenbefalls Rinder mit Parasiten zeigen häufig Abmagerung, obwohl sie ausreichend Futter erhalten.

Das Fell wirkt struppig und glanzlos, und die Tiere verlieren an Leistung – sowohl bei der Milchproduktion als auch bei den täglichen Zunahmen. Zusätzlich wirken sie müde und zeigen eine deutlich geringere Aktivität.

Verdauungssymptome

Typische Verdauungsprobleme sind wässriger oder schleimiger Durchfall, der manchmal dunkel gefärbt ist. Manche Tiere wechseln zwischen Durchfall und Verstopfung. Ein aufgeblähter Bauch, schlechtere Futterverwertung und ein verminderter Appetit sind ebenfalls häufige Anzeichen.

Atemwegssymptome (besonders bei Lungenwürmern) Bei Lungenwürmern kommt es oft zu trockenem oder feuchtem Husten, schnellerer Atmung, Atemnot und Nasenausfluss.

Der Zusammenhang zwischen Pansenstabilität und Parasiten. Das Rind besitzt im Körper und im Pansen eine Art „Neutralität“, also ein Gleichgewicht. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, können sich Parasiten im Tier leichter ausbreiten und Symptome verursachen.

  • Wenn der Pansen zu alkalisch wird (pH > 6,8–7,2) In einem zu basischen Pansen werden faserabbauende Bakterien gehemmt, die mikrobielle Aktivität sinkt und die Verdauung wird weniger effizient. Gleichzeitig wird das Immunsystem im Darm geschwächt. Dadurch können Parasiten, die bereits im Tier vorhanden sind, sich stärker vermehren und Symptome auslösen.
  • Ein leicht saurer, stabiler Pansen (pH 5,8–6,2) Ein stabiler, leicht saurer Pansen zeigt eine hohe mikrobielle Aktivität, eine starke Fermentation, eine gesunde Pansenflora und eine gute Energieversorgung. Diese Bedingungen stärken die Abwehrkräfte im Darm und helfen dem Tier, Parasiten besser zu kontrollieren.
Fazit

Je stabiler und leicht saurer der Pansen ist, desto besser kann das Tier Parasiten kontrollieren. Je alkalischer der Pansen wird, desto eher zeigen Rinder Parasiten-Symptome. Ein stabiler Stoffwechsel führt insgesamt dazu, dass Tiere weniger parasitäre Symptome entwickeln.

Unterstützende Wirkung durch Kräuter

Ayurvedische Kräuter können den Stoffwechsel und die Abwehrkräfte unterstützen.

  • den Pansen stabilisieren
  • die Darmbarriere stärken
  • die Verdauung verbessern
  • das Immunsystem unterstützen
  • Entzündungen reduzieren

Dadurch haben Parasiten weniger Chancen, sich auszubreiten oder Schaden anzurichten.

  • Habe ich einen klaren, saisonal abgestimmten Parasitenplan?
  • Nutze ich Kräuter gezielt zur Unterstützung der Tiergesundheit?
  • Wie erkenne ich frühzeitig Parasitenbelastungen?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Betriebsstrategie

Betriebsstrategie - Ein Betrieb braucht eine klare Richtung

 

Betriebsstrategie – Orientierung im Strukturwandel

Ein Betrieb braucht eine klare Richtung, besonders in Zeiten des Wandels. Eine gute Betriebsstrategie verbindet wirtschaftliche Ziele, Arbeitsorganisation, Tiergesundheit, Fütterung und Investitionsplanung zu einem stimmigen Gesamtkonzept.

Bausteine:
    • Wirtschaftliche Ziele
    • Arbeitsorganisation
    • Investitionsplanung
    • Fütterungsstrategie
    • Tiergesundheitskonzept
    • Jahresplanung

Wer seine Stärken kennt, Risiken einschätzt und langfristig plant, kann den Strukturwandel aktiv gestalten statt nur darauf zu reagieren.

  • Wo möchte ich mit meinem Betrieb in fünf Jahren stehen?
  • Welche Bereiche sind besonders unter Druck – und wo liegen meine Chancen?
  • Wie kann ich meine Arbeitsabläufe effizienter gestalten?

Artikel > Herdenmanagement / Weidebeginn und Weidezeit / Schnittzeitpunkt / Alp und Sommerfütterung / Silieren und konservieren / Silage im Hochsilo? / Wasseraufnahme / Hitzestress / wechselnde Bedingungen im Futter / Parasitenmanagement / Betriebsstrategie //
Seitenanfang > Strukturwandel bäuerliche Landwirtschaft

Nutri-Form SA
Mülacher 6
CH - 6024 Hildisrieden
info@nutri-form.ch
Anfragen/Info per WhatsApp +41 78 624 64 28
Zentrale 041 448 02 22
Kontaktieren sie uns über WhatsApp